Für Leseratten

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Wenn Humor das Leid erträglich macht
Romano Cuonz zeigt in seinem Artikel über meine Arbeit schön auf, was Humor in der Therapie bewirken kann. Quelle: Obwaldner Zeitung vom 3. März 2021
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Humor entwaffnet Angst
Dass Humor eine effiziente Waffe gegen die Angst ist, zeigt das Interview, das Natalie Ehrenzweig mit mir geführt hat und am 7. Mai 2020 in der Luzerner Zeitung erschienen ist.
Humor als Waffe 7.5.2020.nzz.pdf
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Was passiert, wenn einem Kanarienvogel Krokodilfutter verabreicht wird? Genau, es wird herzhaft gelacht! Und sofort ist die Stimmung während des therapeutischen Gesprächs eine andere: Sie ist von Heiterkeit und Leichtigkeit geprägt; sie lässt eine schwierige Situation in einem neuen Licht sehen und diese neu bewerten. Die vorliegende Publikation stellt einen theorieverschränkten Praxisbericht dar, der die

Wirksamkeit und Grenzen des Therapeutischen Humors an einem Fallbeispiel untersucht. Sie klärt Schlüsselbegriffe der Humorforschung und führt den Leser in die Geschichte des Therapeutischen Humors ein, stellt verschiedene Humorkonzepte, die Progressive Relaxation nach Jacobson und die Wertimagination nach Uwe Böschemeyer vor. Ein besonderes Augenmerk schenkt sie dem Gedankengut Viktor E. Frankls, eines Pioniers des Therapeutischen Humors.

Das beleuchtete Fallbeispiel zeigt auf, dass der Therapeutische Humor einen Einstellungswandel anregt, indem er starre Denkmuster aufbricht und überzogene Selbstansprüche des Klienten abzuschwächen hilft. Letztlich versöhnt er den Menschen mit dessen Unvollkommenheit. Ich belege, dass Humor, diese Trotzmacht des Geistes, uns

jederzeit der Unbill des Lebens trotzen und sie ertragen lässt, da er uns die Kunst des

Perspektivenwechsels lehrt. Allerdings muss eine von Heiterkeit und Gelassenheit geprägte Haltung trainiert und immer wieder aufs Neue erarbeitet werden. Im therapeutischen Setting lässt sich dieser anspruchsvolle Weg zur heiteren Gelassenheit gut gemeinsam gehen, doch er ist von Arbeit geprägt, die sowohl Klient wie Therapeut leisten müssen. Damit Humor Wirkkraft entfalten kann, müssen einige Voraussetzungen gegeben sein: eine von gegenseitiger Wertschätzung geprägte Beziehung zwischen Therapeut und Klient, ausgezeichnetes Fingerspitzengefühl des Therapeuten, humorvolle Interventionen ohne jede «Angestrengtheit», «Mut zur Lächerlichkeit» seitens des Therapeuten und des Klienten, Überzeugung des Therapeuten, dass der Klient fähig ist, seinen Weg selbst zu finden. Die Publikation zeigt auf, warum es sich lohnt, auf die Karte Humor in der Therapie zu setzen. Humor erweist sich hier nämlich, wie bei Frankl der Sinn, «als Schrittmacher des Seins», als hervorragender Wegweiser hin zum ureigenen, unverwechselbaren Wesen des Menschen.

 

Hier geht es zur Inhaltsangabe, hier zu einer Rezension.

 

Mirjam Christen: Wirksamkeit und Grenzen des Therapeutischen Humors. Ein Fallbeispiel. HCD-Verlag, Tuttlingen 2020. ISBN 978-3-938089-33-0. CHF 15.00. Bestellung hier.